Media Office
Das zentrale Medienbüro
| H. 24 Safar 1448 | No: 1448AH/025 |
| M. Freitag, 07 August 2026 |
Presseverlautbarung
Das Treffen in ʿAmmān: Ein Zusammenkommen von Außenministern souveräner Staaten – oder von Vereins- und Gewerkschaftsvorsitzenden?!
(Übersetzt)
Am Mittwoch trafen sich die Außenminister von Jordanien, Tunesien, Algerien, Saudi-Arabien, Somalia, dem Irak, Palästina, Katar, Ägypten, Marokko, Indonesien, Pakistan, der Türkei und Malaysia sowie der Generalsekretär der Arabischen Liga in der jordanischen Hauptstadt ʿAmmān. Ihr erklärtes Ziel: die Ausarbeitung eines gemeinsamen Standpunkts angesichts des Vorgehens des zionistischen Gebildes in Jerusalem.
Doch dieses großangelegte Treffen brachte nichts weiter hervor als eine bloße Erklärung, in der die Minister die Eskalation des zionistischen Gebildes in Jerusalem verurteilten – ganz so, als hätten sie damit bereits ihre gesamte Pflicht und Schuldigkeit getan! Im Anschluss einigten sie sich auf eine Reihe von Schritten. Darunter fand sich auch das, was sie als „Unterstützung der Standhaftigkeit der Einwohner Jerusalems“ bezeichneten, und zwar durch die Bereitstellung von Entwicklungshilfe und die Stärkung palästinensischer Institutionen vor Ort. Sie schämten sich nicht einmal, die internationale Gemeinschaft und den Sicherheitsrat zum Handeln aufzurufen, obwohl sie deren Haltung längst im Voraus kennen. Anstatt selbst auszurücken, um Jerusalem beizustehen, riefen sie – als handelte es sich bei ihnen um machtlose Privatpersonen – zur Einleitung einer gemeinsamen diplomatischen Initiative auf, um eine internationale Haltung zu mobilisieren. Zudem forderten sie die Schaffung eines nachhaltigen, institutionellen Arbeitsmechanismus, einschließlich einer Medienplattform zur Dokumentation von Verstößen. Dies deutet unmissverständlich darauf hin, dass sie diesen Mechanismus als ein langfristiges Projekt anlegen wollen! Das sind Schritte, die nicht einmal an die Beschlüsse von Vereinsdirektoren oder Gewerkschaftsvorsitzenden heranreichen, die selbst keinerlei Befehlsgewalt besitzen!
Es ist zweifellos reine Absicht, dass ein Treffen dieses Ausmaßes derart spärliche Ergebnisse liefert – nicht mehr als eine Verurteilungserklärung und den Ruf nach medialen, dokumentarischen und diplomatischen Schritten. Dabei kamen dort 14 Staaten zusammen, die in der Lage wären – sowohl gemeinsam als auch jeder für sich –, die gesamte Tragödie um das gesegnete Land (Palästina) zu beenden und Jerusalem sowie ganz Palästina am helllichten Tag binnen weniger Stunden zu befreien! Einerseits soll damit suggeriert werden, Jerusalem sei in den Köpfen der Herrscher noch immer präsent – ein Manöver, das einige Muslime in die Irre führt. Andererseits trägt es dazu bei, die Angelegenheit Palästinas fest in den Händen ebenjener Herrscher zu belassen, damit sie nicht an die Umma und ihre Armeen übergeht. Denn dann würden die Dinge außer Kontrolle geraten, und genau das geschähe, was sie um jeden Preis verhindern wollen.
Dieses Treffen ist nichts weiter als der Versuch, der Umma Sand in die Augen zu streuen. Einer Umma, die innerlich kocht angesichts dessen, was dem Ort der Nachtreise (masrā) ihres Propheten (s) und ihrer ersten Gebetsrichtung (qibla) angetan wird. Gleichzeitig sendet es beruhigende Signale an das zionistische Gebilde: Die Lage wird nicht eskalieren, sondern schön brav in den Korridoren der internationalen Institutionen und jener verräterischen Regime verbleiben. Regime, ohne die das zionistische Gebilde niemals entstanden wäre und sich erst recht nicht seit 78 Jahren hätte halten können!
Der Beistand (nuṣra) für Palästina und seine Al-Aqsa-Moschee erfordert keine Gipfeltreffen, Versammlungen oder hohlen Erklärungen. Vielmehr bedarf es der Armeen der Umma, um das Land von den zionistischen Usurpatoren zu befreien! Allah (t) sagt:
(يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُواْ مَا لَكُمْ إِذَا قِيلَ لَكُمُ انْفِرُواْ فِي سَبِيلِ اللّهِ اثَّاقَلْتُمْ إِلَى الأَرْضِ أَرَضِيتُم بِالْحَيَاةِ الدُّنْيَا مِنَ الآخِرَةِ فَمَا مَتَاعُ الْحَيَاةِ الدُّنْيَا فِي الآخِرَةِ إِلاَّ قَلِيلٌ)
Ihr, die ihr glaubt! Was ist mit euch, dass ihr euch schwer zur Erde sinken lasst, wenn euch gesagt wird: „Rückt aus auf dem Weg Allahs!“? Seid ihr mit dem diesseitigen Leben anstelle des Jenseits zufrieden? Doch der Genuss des diesseitigen Lebens ist im Vergleich zum Jenseits nur gering. (9:38)
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